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und das Merkblatt dazu.

Das Rathaus gehörte uns (ein bisschen jedenfalls)!
Am 23.02.2017 hatte der HORTEXPRESS einen ganz besonderen Termin: Der Oberbürgermeister Stralsunds, Dr. Alexander Badrow, stellte sich unseren neugierigen Fragen. Wir sagen an dieser Stelle ihm und seinen Mitarbeiter/innen „Danke!“ für die viele Zeit, die sich für uns genommen wurde.


Warum sind Sie Bürgermeister geworden?
Ich bin eigentlich für eine Arbeit im Bereich Brückenbau nach Stralsund gekommen und habe mich in die Stadt verliebt und irgendwann dachte ich, dass wenn man in einer Stadt vieles hinkriegen will, vieles auch toll bauen will, man das als Bürgermeister wohl gut machen kann.

 

 


Wie sind Sie darauf gekommen, dass Sie Bürgermeister sein wollen?
Mich haben immer wieder Leute angesprochen, ob ich nicht Bürgermeister von Stralsund werden will und dann habe ich mich zur Wahl gestellt


Was haben Sie vor Ihrem Bürgermeister-Job gearbeitet?
Ich war Bauingenieur mit der Vertiefungsrichtung "Verkehr". In Stralsund war ich zuständig für die Straßen, Gehwege, Strände und die Straßenbeleuchtung.


Welche Aufgaben haben Sie als Bürgermeister?
Das ist ziemlich viel Papierkram, oft ist die Unterschrift des Bürgermeisters wichtig, damit sich Dinge in der Stadt entwickeln können. Aber vor einer Unterschrift stehen immer Gespräche mit den Mitarbeiter/innen und Bürger/innen, weil wenn man täglich Entscheidungen treffen muss, dann sollen die so gut wie möglich durchdacht sein.


Warum gibt es in Stralsund keine Tobeländer?
Es hat ja schon mal eins gegeben, aber im Winter gibt es ja weniger Touristen und deshalb waren es zu wenig Besucher und das Tobeland hat nicht überlebt. Aber es ist in Stralsund etwas ähnliches  in Planung, es soll in eine Scheune auf dem Zoo-Gelände ein Indoor-Spielplatz eingebaut werden. Allerdings wird es noch eine ganze Weile dauern bis der Spielplatz fertig.


Warum wollen Erwachsene immer bestimmen?
Ich denke, dass Erwachsene viel häufiger bestimmen müssen als das sie bestimmen wollen. Außerdem meinen sie es in den meisten Fällen gut und ihre Verbote dienen zu eurem Schutz. Aber wenn ihr was bestimmen könnt oder euch wünschen, was wäre das dann?
Nele-Johanna sagt sofort: "Keinen Ärger mehr" und Finley sagt: "Einen eigenen Fernseher über dem Bett".


Wie fühlt es sich an Bürgermeister zu sein?
Das fühlt sich oft richtig toll an und man kann viele Ideen entwickeln und über Sachen bestimmen. Und man trifft viele interessante Menschen und es passiert sehr viel. An manchen Tages ist es aber auch sorgenvoll der Bürgermeister zu sein, wenn z.B. Bürger/innen oder die Stadt Probleme haben.


Warum kostet der Eintritt im Hansedom so viel?
Die Hansestadt Stralsund gibt im Jahr 1,7 Millionen € für die Schwimmhalle und die Vogelsanghalle dazu. Aber für die Preise sind ja alle anfallenden Kosten wichtig, wie z.B. die Bademeister oder die Energie wie Heizung und vieles mehr.


Warum braucht man einen Angelschein um zu Angeln?
Fische sind Lebewesen und es ist wichtig, dass wir sorgsam mit der Natur umgehen. Das Angeln der Fische und auch das Töten dieser muss gelernt werden, denn die Tiere sollen nicht leiden. Wenn man einen Angelschein hat, dann kennt man diese Regeln und es wird davon ausgegangen, dass man sie auch beachtet.


Wie viel Geld gibt Stralsund für das Hafenfeuerwerk aus?
Im Jahr sind das zwischen 5.000 - 10.000 € und für die Pyrotechniker/innen ist es immer was ganz besonderes, weil sie gute Bedingungen haben, ihre Feuerwerkskörper am Wasser steigen zu lassen.

Gleich nach dem Interview ging sofort eine Diskussion mit dem Oberbürgermeister los, weil Nele noch zwei Fragen hatte und Herr Badrow sich extra mehr Zeit genommen hat, obwohl schon der nächste Termin (Bürgerschaftssitzung) für ihn anstand.

Frage 1:
Warum sieht unser Rathaus eigentlich so kaputt aus? Z.B. hier an der Wand und an der Decke?
Der Oberbürgermeister erklärt, das das Rathaus unter Denkmalschutz steht und dass das, was so kaputt aussieht der Originalzustand ist. Das Rathaus wurde 1293 erbaut und man sieht also beispielsweise ganz alte Wände, Decken und Wandgemälde.

Frage 2:
Warum hat Stralsund so blöde Spielplätze? Der Spielplatz bei mir in der Nähe ist nur für ganz kleine Kinder!
Der OB fragt als erstes, was wir denken, wie viele Spielplätze es in Stralsund überhaupt gibt. Wir liegen mit unseren Schätzungen alle daneben, denn es über 130! Aber er nimmt die Kritik von Nele ernst und wir reden darüber, wie unsere "Traum"Spielplätze aussehen würden. Schnell entwickelt sich die Idee, bevor wir weiter nörgeln, erstmal alle Spielplätze in Stralsund zu testen und testen zu lassen.
Deshalb entwickeln wir den "Stralsunder Spielplatz-Tester"! Bei dem können sich nun alle beteiligen und wir freuen uns über großartige Testhilfe.
Den Fragebogen zum Testen findet ihr HIER als PDF zum runterladen.
Die Liste als Übersicht über alle Spielplätze Stralsunds findet ihr HIER.


Als große Überraschung finden wir einen Tag nach dem Interview eine Email aus dem Rathaus in unserem digitalen Briefkasten. Es wurde nochmals über die Spielplätze nachgedacht und uns erreichte folgende Aussage:

Nun zur "Frage, warum die Spielplätze nach Altersgruppen eingeteilt sind:
Die Klassifizierung für eine bestimmte Altersklasse ist im Rahmen der Spielraumentwicklungsplanung vorgenommen worden, um Einzugsgebiete und somit Überangebote oder Defizite darzustellen.
Anhand der Lage innerhalb des Wohngebietes, der Ausstattung sowie einer möglichen zukünftigen Entwicklung für eine bestimmte Altersklasse ist festgelegt worden, für welche Kinder der Spielplatz gute Spielmöglichkeiten bietet oder bieten könnte.
Ein Spielplatz mit einer Kleinkinder-Ausstattung ist nun einmal für größer Kinder oder Jugendliche genau so wenig attraktiv, wie ein Spielplatz für größere Kinder nicht zwangsläufig ein altersgerechtes Spielangebot für Kleinkinder bietet.
Auch wenn es Ziel ist, auf den Spielplätzen möglichst ein altersübergreifendes Spielen zu ermöglichen, wird es dennoch nicht auf allen Plätzen für alle Altersklassen altersentsprechende Spielangebote geben. Dies schon deshalb, weil z.B. Kindern und Jugendlichen der Altersklasse 3 (ab 12 Jahren) ein Einzugsbereich von 1.000 m zugemutet wird, denen der Altersklasse 2 (6 -12 Jahre) dagegen nur von 400 m.
Heißt also im Klartext: die Größeren könne ruhig ein paar Meter weiter laufen bis zu einem Spielplatz, für die Kleineren soll der Weg zum Spielplatz kurzgehalten werden."

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